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Der zerbrochene Krug


Der Landesschulrat erscheint bei der vierten Klasse AHS Unterstufe im Deutschunterricht. Er begrüßt den Lehrer, und dann ruft er den Hans auf. „Was kannst du mit denn über den ‚Zerbrochenen Krug‘ erzählen?“ Hans hat ein ziemlich gutes Gewissen und meint: „Also ich war es bestimmt nicht, Herr Schulrat.“ Doch der wendet sich empört zum Lehrer: „Haben Sie das gehört? Was sagen Sie dazu?“ Der Lehrer schwankt zögerlich: „Na, ja. Ein Lausbub ist er eigentlich schon immer gewesen, der Hans, aber lügen tut er nie. Wenn er sagt, er war es nicht, dann war er es nicht.“ Der Schulrat eilt zum Direktor. Dem ist die Geschichte sehr peinlich. „Herr Schulrat, ich möchte wirklich nicht, daß wegen dieser Kleinigkeit etwas am Ruf unserer Schule hängenbleibt. Was kann der Krug wohl gekostet haben? Wenn ich Ihnen 10 Euro gebe, ist der Fall dann erledigt?“ Der Schulrat ruft hochgradig entrüstet im Ministerium an, läßt sich zum Staatssekretär verbinden und trägt ihm den Fall vor. Der murmelt irgendetwas unverständliches und beschwichtigt: „Also, mein Bester, wenn Sie mich fragen, würde ich sagen, daß es der Direktor war. Der ist immerhin für das Budget verantwortlich und so ohne jeglichen Grund hätte der bestimmt nicht so schnell eine Zahlung angeboten.“

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