Geistreiches vom stillen Örtchen (17)
Beim Besuch des stillen Örtchens erkannte der Philosoph weise, dass das Leben eine geschlechtlich übertragene Krankheit ist. Dachte es und notierte es an der hölzernen Tür der Örtlichkeit.
Beim Besuch des stillen Örtchens erkannte der Philosoph weise, dass das Leben eine geschlechtlich übertragene Krankheit ist. Dachte es und notierte es an der hölzernen Tür der Örtlichkeit.
Wieder mal ein poetischer Spruch von einem stillen Örtchen:
Ich liebe die Vögel
Die Vögel lieben mich
Aber die, die ich liebe
Die vögeln mich nicht!
Gefunden irgendwo in Innsbruck.
Manch einer aus der großen weiten Welt hat Probleme sich an Sitten und Gebräuche im westlichen Europa anzupassen. Deshalb schien es einem Wirt in Wien notwendig, um auf seiner WC-Anlage eine Hilfestellung zur Integration zu geben. Er rahmte also folgendes auf seinem stillen Örtchen: „Verehrte Herren, bitte beherzigt folgendes: scheißt nicht auf den Rahmen, sondern lieber in die Mitte, denn das ist bei uns so Sitte.“ Dem Zustand der Örtlichkeit nach zu urteilen, hätte er vermutlich besser Illustrationen aufhängen sollen.
Weisheiten findet man bekanntlich auch des öfteren an der Wand öffentlicher WC Anlagen. Sollten einmal einen die Winde so richtig blähen und noch ein gesellschaftlicher Termin anstehen, so sei der folgende Reim wärmstens als Lösungsansatz empfohlen:
Wenn du furzt so richtig kräftig,
und es stinkt so richtig däftig,
dann geb ich dir nur einen Tip:
Nimm dir ein Pfefferminz-Bonbon!
Das ist so klein und fein –
Stecks dir in den Arsch hinein!
Denn dann wird die Luft
von alleine wieder reine!
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Ein mir unbekannter Landwirt fand den folgenden Reim einer eingeritzten Erwähnung auf meiner Lieblingsalm nicht allzu weit von Salzburg für würdig:
Hier werden gesammelt von Mann und Frau
die Gaben für den Ackerbau.
Drum setz Dich hin und drück mit Kraft,
zum Wohle unserer Landwirtschaft.
Es versteht sich beinahe von selbst, dass es eine kleine Alm war und das stille Örtchen deswegen gleichberechtigterweiße von Männchen und Weibchen gemeinsam (und doch nach einander) im Sinne der Gender-Forschung benutzt wurde. Hmmpfbuahahahaha.
Friedrich ist ein großer Name, Friedrich steht für vielerlei. Darum gibt’s hier einen auf dem stillen Örtchen gefundenen Reim auf diesen Namen:
Friedrich der Große – der macht sich in die Hose.
Friedrich der Kleine – der macht sie wieder reine.
Friedrich der ganz Kleine – der hängt sie an die Wäscheleine!
Super, gell?
Kaum hatte das Restaurant seine Pforten geöffnet konnte man auch im hauseigenen stillen Örtchen folgendes an der Wand in Augenhöhe lesen: „Sieh hoch!“ Ungefähr einen halben Meter darüber stand dann: „Sieh hoch!“ Und knapp unter der Decke stand schließlich: „Sieh wieder runter, denn ich glaube, du pinkelst auf deine Schuhe!“
Neulich bin ich auf der Toilette eines Bekannten über einen wirklich guten (und gerahmten) Reim gestolpert, den ich hier einfach veröffentlichen muß:
Der Mai ist ins Land gekommen,
die Pferde schlagen wieder aus,
der Bauer im Nachthemd die Treppe runtersaust.
Die Hühner im Stalle, die spielen Klavier,
und die Oma auf dem Nachttopf,
die schreit nach Papier.
Na, wenn das nix für die Mittagspause ist?